Frühling   Sommer   Herbst   Winter Manuela Miedler Gesundheits- und Krankenschwester Lehrerin für GUK  
 


Neue Chancen, neues Glück:
Nehmen Sie die Herausforderung bewusst an.

Sie sind plus - minus 40ig Jahre? Sie befinden sich in ihrer Lebensmitte, im Wechsel zu ihrer zweiten Lebenshälfte. Wechseljahre haben leider noch immer einen schlechten Ruf. Aber in Wirklichkeit ist es eine Zeit der Befreiung. Dabei hilft Ihnen die Natur auf wunderbare Weise, indem Sie Ihre Östrogenbildung drosselt. Das sagt Ihnen nur niemand! Hier sind einige Beispiele angedeutet, wie Sie mit den typischen Symptomen umgehen und sie sogar positiv nützen können.

Stimmungsschwankungen – ein Weg zu neuer Balance

Körper, Geist und Seele sind auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht.
Wie zur Zeit der Pubertät spielen unsere Hormone verrückt, wir sehen wieder einmal in eine Zukunft voller Ungewissheit. Frauen sind vor die Aufgabe gestellt, sich zu wappnen und einiges neu zu bestimmen. Ihre Gefühle können in dieser Zeit "aus dem Ruder laufen".
Auch wenn viele Gedanken und Empfindungen ungewohnt und unangenehm sein mögen, ist es wichtig, sie bewusst zu registrieren und sie als "Antwort" auf Krisen zu akzeptieren.

Praxis-Tipp: Belohnungen bewusst
in den Alltag einbauen,
gönnen Sie sich was Gutes.

Traurigkeit und Verunsicherung sind Gefühle, die wir bereits in der Pubertät hatten. Sie müssen erlebt werden, um wieder froher und sicherer zu werden und das Ziel neuer Balance zu erreichen. Lassen Sie diese Gefühle zu und gönnen Sie sich etwas Gutes!

Reizbarkeit, Aggressionen – etwas Neues in Angriff nehmen

Gefühle, die möglicherweise jegliche Lebensfreude untergraben, können aus dem Versuch resultieren, dies alles wegzudrängen und um jeden Preis wie bisher funktionieren zu wollen. Aber das ist nicht möglich und nicht nötig.
Frühere seelische Belastungen und chronische Überforderungen können in Krisen zu Erschöpfung, Depression oder sogar Zusammenbruch führen. Auch diese, individuell als sehr bedrohlich erlebten Zustände zeigen: "So geht es nicht weiter!"
Insofern sind sie der Start zu neuen Wegen. Nützen Sie die Energie Ihrer Reizbarkeit, um (unangebrachten Forderungen an Sie) Grenzen zu setzen.

Praxis-Tipp: Machen Sie viel Bewegung
in frischer Luft, oder tanzen
Sie zu heißen Rhythmen.

Schlafstörungen – wacher werden

Wacher werden, sich von den Zwängen des Alltags lösen. Widmen Sie Ihren Bedürfnissen mehr Wachsamkeit. Denn Schlafstörungen sind oft ein Anzeichen dafür, dass eine Frau nicht zur Ruhe finden kann. Sie sind sehr belastend, da sich Frauen nach einer schlechten Nacht fühlen, als seien sie „durch die Mangel gedreht“ und so können sie den Anforderungen des Tages nicht gerecht werden. Schlafmittel können kurzfristig in Krisensituationen die Schlaflosigkeit beheben, indem sie die Unruhe und innere Erregung dämpfen. Die Gefahr der Gewöhnung ist aber in den Wechseljahren sehr groß.

Praxis-Tipp: Ruhephasen einlegen,
abschalten lernen,
die Ruhe genießen.

Gönnen Sie sich eine Auszeit. Akzeptieren Sie - nicht nur Sie sind älter geworden auch ihr Körper, er braucht einfach mehr Ruhe, um sich wieder zu erholen. Denn Sie haben schon genug geleistet.

Hitzewallungen – Energie für neue Werte und Wege

Alles wallt durcheinander - Hitze ist Energie. Nützen Sie sie. Wenn sich der Hormon-Mix in ihrem Körper ändert, muss sich auch der Thermostat im Gehirn, der für die Regulierung ihrer Körpertemperatur zuständig ist, neu einstellen.

Praxis-Tipp: Kleiden Sie sich
bequem und nach
dem Zwiebelprinzip.

Nützen Sie die neue Energie, um genau zum Zeitpunkt der Wallung energisch NEIN zu sagen, wenn Ihnen etwas nicht passt. Akzeptieren Sie, dass Sie älter werden, verschwenden Sie ihre kostbare Zeit nicht damit, dagegen anzukämpfen.


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